Zoologisches Museum Kiel
Die Walhalle in 3D
„Vollständige 3D-Digitalisierung eines Blauwal-Skeletts: Zwei-Scanner-Strategie mit Leica RTC360 und Artec Leo Handscanner – für millimetergenaue Ergebnisse in Forschung und Lehre."

Mein Leica RTC360 Laserscanner vor dem Blauwal-Skelett in der Walhalle des Zoologischen Museums Kiel.
Ein Blauwal in 3D – mein bislang größtes Objekt
Das Zoologische Museum in Kiel beherbergt eine der spektakulärsten Sammlungen Deutschlands – die Walhalle. Hier hängt das Skelett eines Blauwals, des größten Tieres, das je auf der Erde gelebt hat. Im Juni 2023 durfte ich dieses beeindruckende Skelett vollständig mit modernster 3D-Scan-Technologie erfassen. Ein Auftrag, der mich wochenlang beschäftigt hat – und den ich nie vergessen werde.
Leica RTC360
Raumerfassung mit 1 Mio. Punkte/Sekunde
Artec Leo
Detailscanning bis 0,1 mm Auflösung
Digitales Archiv
Permanente 3D-Dokumentation für Forschung
Meine Zwei-Scanner-Strategie
Für ein Projekt dieser Größe und Komplexität reicht ein einziger Scanner nicht aus. Ich entschied mich deshalb für eine Zwei-Scanner-Strategie, die das Beste aus beiden Welten kombiniert:
Leica RTC360
Mein stationärer Laserscanner erfasst den gesamten Raum und das Skelett aus verschiedenen Positionen. Mit einer Reichweite von bis zu 120 Metern und Millimetergenauigkeit entsteht eine präzise Raumerfassung des gesamten Ausstellungsraums.
Artec Leo Handscanner
Für feinere Details – Wirbel, Rippen, Zahnstruktur – setze ich den Artec Leo ein. Dieser tragbare 3D-Scanner ermöglicht Nahaufnahmen mit höchster Detailgenauigkeit, die kein stationärer Scanner erreichen kann.

Die farbcodierte 3D-Punktwolke zeigt die Oberflächenstruktur des Skeletts mit millimetergenauer Präzision.
Video: Der Scanning-Prozess
Hier seht ihr, wie ich den Scanning-Prozess in der Walhalle durchgeführt habe. Fahrt mit der Maus über das Video, um es abzuspielen:
Hover zum Abspielen
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Detailaufnahme der Wirbelsäule des Blauwals – von mir mit dem Artec Leo Handscanner erfasst.
Leica RTC360 – Mein Raumscanner
Der Leica RTC360 ist einer der leistungsstärksten Laserscanner auf dem Markt – und mein bevorzugtes Werkzeug für große Räume. Mit einer Scangeschwindigkeit von bis zu 1 Million Punkte pro Sekunde erfasse ich große Räume in kürzester Zeit. Die Genauigkeit liegt im Millimeterbereich, was für wissenschaftliche Dokumentation essentiell ist.
Artec Leo – Mein Detailscanner
Der Artec Leo ist ein tragbarer 3D-Scanner mit einer Auflösung von bis zu 0,1 mm. Ich setze ihn ein, wenn es auf feinste Details ankommt. Mit einer Erfassungsrate von bis zu 16 Bildern pro Sekunde kann ich auch komplexe Geometrien schnell und präzise erfassen. Beim Blauwal-Skelett war das besonders wichtig für die Wirbelstrukturen und die Kieferpartie.
Wozu die 3D-Daten genutzt werden
Die 3D-Daten, die ich aufgenommen habe, eröffnen dem Museum ganz neue Möglichkeiten. Biologen und Paläontologen können das Skelett digital untersuchen, ohne das Original zu berühren. Studierende nutzen die interaktiven 3D-Modelle für Lehrzwecke. Das Skelett ist nun für die Ewigkeit digital archiviert – ein unschätzbares Backup. Und Besucher können das Skelett online erkunden, auch wenn sie das Museum nicht besuchen können.
Fazit: Technologie für die Wissenschaft
Das Zoologische Museum Kiel zeigt mir, wie vielseitig 3D-Scan-Technologie eingesetzt werden kann – weit über kommerzielle Anwendungen hinaus. Wissenschaft, Bildung und Kulturerbe profitieren enorm von präziser digitaler Dokumentation. Die Kombination aus Leica RTC360 und Artec Leo hat es mir ermöglicht, eines der beeindruckendsten Skelette Deutschlands vollständig und hochpräzise zu erfassen.
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