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Professionell fotografiertes, modernes Wohnzimmer mit offener Küche
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FOTOGRAFIE

Immobilienfotografie: 10 Tipps für Bilder, die verkaufen

Professionelle Immobilienfotos steigern den Verkaufspreis um bis zu 15 % und verkürzen die Vermarktungszeit erheblich. Diese 10 Tipps zeigen, worauf es wirklich ankommt.

9 Min. LesezeitVon Stefan Dendorfer, Linsenspektrum

Laut einer Studie des National Association of Realtors erzielen Immobilien mit professionellen Fotos im Schnitt 15 % höhere Verkaufspreise und werden 32 % schneller verkauft. Schlechte Fotos kosten Sie bares Geld – gute Fotos sind eine Investition mit messbarem ROI.

1. Das richtige Licht ist alles

Natürliches Licht ist Ihr bester Freund. Fotografieren Sie bei bewölktem Himmel oder kurz nach Sonnenaufgang – das Licht ist dann weich und gleichmäßig, ohne harte Schatten. Direkte Mittagssonne erzeugt kontrastreiche Schatten, die Räume kleiner wirken lassen.

  • Bewölkte Tage für Außenaufnahmen bevorzugen
  • Innenräume bei Tageslicht aufnehmen (Vorhänge öffnen)
  • Kunstlicht und Tageslicht nicht mischen – Farbstiche vermeiden
  • Abendaufnahmen mit warmem Innen- und Außenlicht für Premium-Objekte

2. Weitwinkel – aber mit Maß

Ein Weitwinkelobjektiv (16–24 mm Vollformat) lässt Räume größer wirken – das ist legitim und üblich. Aber übertreiben Sie nicht: Extreme Weitwinkel (unter 14 mm) verzerren Proportionen stark und wirken unnatürlich. Käufer fühlen sich getäuscht, wenn die Realität kleiner ist als erwartet.

Profi-Tipp: Die Kamerahöhe

Stellen Sie das Stativ auf ca. 100–120 cm Höhe (Augenhöhe einer sitzenden Person). Diese Perspektive wirkt natürlich und einladend – nicht wie eine Überwachungskamera von der Decke.

3. Vorbereitung ist 50% des Ergebnisses

Keine Kameratechnik der Welt rettet ein unaufgeräumtes Zimmer. Bereiten Sie jede Immobilie vor dem Shooting sorgfältig vor:

Aufräumen & Entrümpeln

  • Persönliche Gegenstände entfernen
  • Arbeitsflächen freiräumen
  • Kabel verstecken
  • Mülltonnen wegstellen

Styling & Dekoration

  • Frische Blumen aufstellen
  • Handtücher frisch falten
  • Kissen symmetrisch anordnen
  • Vorhänge öffnen und glätten

4. Die richtige Reihenfolge der Aufnahmen

Beginnen Sie mit dem stärksten Raum – meist Wohnzimmer oder Küche. Das erste Bild in einem Exposé entscheidet, ob ein Interessent weiterschaut. Danach folgen Schlafzimmer, Bad, weitere Räume und zuletzt Außenansichten.

5. Bracketing und HDR für schwierige Lichtsituationen

Wenn ein Fenster im Hintergrund ist, entstehen ohne HDR entweder ein ausgebranntes Fenster oder ein dunkler Raum. Lösung: Belichtungsreihen (Bracketing) mit 3–5 Aufnahmen und anschließende HDR-Verarbeitung in Lightroom oder Photomatix. Das Ergebnis zeigt sowohl Innen- als auch Außenbereich korrekt belichtet.

6. Vertikale Linien müssen senkrecht sein

Stürzende Linien – also Wände, die sich nach oben verjüngen – wirken unprofessionell und lassen Räume beengt erscheinen. Korrigieren Sie dies entweder bereits beim Shooting mit einer Wasserwaage am Stativ oder in der Nachbearbeitung mit der Objektivkorrektur in Lightroom.

7. Außenaufnahmen nicht vernachlässigen

Das Titelbild eines Exposés ist fast immer die Außenansicht. Fotografieren Sie das Gebäude aus einer leicht schrägen Perspektive (nicht frontal), um Tiefe zu erzeugen. Für Häuser mit Garten: Drohnenaufnahmen aus 20–30 m Höhe zeigen Grundstück und Lage optimal.

8. Nachbearbeitung: Weniger ist mehr

Professionelle Nachbearbeitung bedeutet nicht, Bilder zu verfälschen. Ziel ist es, die Immobilie so zu zeigen, wie sie an einem guten Tag aussieht – nicht besser. Typische Korrekturen:

  • Weißabgleich korrigieren (neutrale, natürliche Farben)
  • Belichtung und Kontrast optimieren
  • Vertikale Linien begradigen
  • Kleinere Mängel retuschieren (Flecken, Kratzer)
  • Sky Replacement bei bewölktem Außenhimmel

9. Das richtige Format für Online-Portale

Immobilienscout24 und Immowelt zeigen Bilder im Format 16:9 oder 4:3. Liefern Sie Bilder in mindestens 2.000 × 1.500 px (JPEG, max. 5 MB pro Bild). Zu kleine Bilder werden auf Portalen unscharf dargestellt – ein häufiger Fehler, der den ersten Eindruck ruiniert.

10. Virtueller Rundgang als Ergänzung

Fotos zeigen Ausschnitte – ein virtueller Rundgang zeigt die räumliche Wirklichkeit. Kombinieren Sie professionelle Fotos mit einem Matterport 3D-Rundgang: Fotos für den ersten Eindruck auf Portalen, der Rundgang für qualifizierte Interessenten, die wirklich kaufen wollen. Diese Kombination reduziert unnötige Besichtigungstermine um bis zu 40 %.

Zusammenfassung: Die 10 wichtigsten Punkte

1Natürliches Licht nutzen, Mischlichtsituationen vermeiden
2Weitwinkel 16–24 mm, Kamera auf 100–120 cm
3Immobilie vor dem Shooting gründlich vorbereiten
4Mit dem stärksten Raum beginnen
5HDR für Fenster-Gegenlicht-Situationen
6Vertikale Linien begradigen
7Außenansicht professionell und schräg fotografieren
8Nachbearbeitung: natürlich, nicht verfälschend
9Mindestauflösung 2.000 × 1.500 px für Portale
10Virtuellen Rundgang als Ergänzung anbieten

Professionelle Immobilienfotografie von Linsenspektrum

Wir kombinieren professionelle Immobilienfotografie mit virtuellen Rundgängen, Drohnenaufnahmen und 3D-Grundrissen – alles aus einer Hand, deutschlandweit.

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Stefan Dendorfer

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