Gerätespezifikation
Leica nennt für den RTC360 eine 3D-Punktgenauigkeit unter definierten Herstellerbedingungen. Diese Angabe beschreibt das Messgerät – nicht automatisch das Gesamtprojekt.
RTC360-Laserscanning · definierte Anforderungen · dokumentierte Qualität
Vorgefertigte Fassaden-, Dach- und Technikmodule benötigen eine verlässliche Abbildung des Bestands. LINSENSPEKTRUM erfasst die sichtbare Gebäudegeometrie und liefert nachvollziehbare 3D-Daten für die weitere Planung. Verwendungszweck, Abdeckung, Koordinatensystem, Genauigkeitsziel und Prüfschritte werden vor der Aufnahme gemeinsam festgelegt.
Projektbezogenes Mess- und Kontrollkonzept · offene Datenformate nach Vereinbarung · dokumentierte Qualitätsprüfung

RTC360-Laserscanning für kontrollierte Bestandsaufnahmen und nachvollziehbare Datenübergaben.
Der tatsächliche Bestand
Vorgefertigte Elemente treffen auf individuelle Abweichungen bei Fensterachsen, Sockeln, Dachanschlüssen, Balkonen, Vorsprüngen und Gelände. Vorhandene Pläne bleiben eine wichtige Quelle, werden aber nicht ungeprüft als Ist-Zustand übernommen.
Das 3D-Aufmaß unterstützt Planung und Koordination. Fachplanung sowie Freigabe für Planung, Fertigung und Montage bleiben bei den jeweils verantwortlichen Stellen.

Punktwolke aus einer komplexen 3D-Bestandserfassung mit räumlich nachvollziehbarer Geometrie.
Drei Ebenen von Genauigkeit
Leica nennt für den RTC360 eine 3D-Punktgenauigkeit unter definierten Herstellerbedingungen. Diese Angabe beschreibt das Messgerät – nicht automatisch das Gesamtprojekt.
Sie entsteht aus Scanabständen, Oberflächen, Sichtbarkeit, Überdeckung, Kontrollpunkten, Registrierung, Koordinatensystem und Prüfverfahren.
CAD-, Oberflächen- oder BIM-Modelle enthalten zusätzliche Modellierungsentscheidungen und benötigen eigene Toleranzen, Prüfungen und Freigaben.
Leica-Herstellerangaben für den RTC360 unter den dort definierten Bedingungen
Diese Spezifikation ist kein pauschales Genauigkeitsversprechen für die registrierte Gesamtpunktwolke, ein abgeleitetes Modell oder die Passform eines Bauteils. Auflösung und Genauigkeit werden getrennt betrachtet.
Drohne oder Photogrammetrie, ein Kontrollnetz durch qualifizierte Partner, lokale Detailmessungen und eine 360°-Dokumentation können nach Bedarf ergänzt werden.
Sondierungen, Auszugsversuche, Thermografie und Fachgutachten können durch qualifizierte Projektpartner ergänzt werden.
Pilot → validierter Datenweg → Portfoliorollout
Am Pilotgebäude werden Aufnahme, Datenübergabe und Prüfkriterien abgestimmt. Im Rollout bleibt die tatsächliche Bestandserfassung je Gebäude Bestandteil des vereinbarten Workflows.
Qualitäts-Gates
Zieloberflächen, Anschlussbereiche, Prüfgröße, zulässige Abweichung, Koordinatensystem, Formate, Empfängersoftware und Abnahmeverantwortung festlegen.
Scannerpositionen, Überdeckung, Auflösung, Zielmarken, unabhängige Kontrollpunkte, Schleifenschlüsse und bekannte Abschattungen planen.
Abdeckung vor Ort prüfen, Feldprotokoll führen, bewegte Objekte erkennen und fehlende Bereiche nachscannen, solange der Standort zugänglich ist.
Verbindungen, Schleifen, Restabweichungen und unabhängige Prüfpunkte auswerten; Annahmen und Abweichungen nachvollziehbar dokumentieren.
Punktwolke und abgeleitete Daten überlagern, Interpretationen kennzeichnen, Einheiten und Ausrichtung testen und einen Testimport durchführen.
Planer, Hersteller oder benannter Prüfer erteilen die Freigabe für Konstruktion, Produktion und Montage – nicht der Laserscan allein.
Für große Fassaden und kontrollierte Scanverbände innen und außen ist der RTC360 unser Standardsystem. Er ist für technisch anspruchsvolle Aufnahmebereiche ausgelegt; Feldregistrierung unterstützt Abdeckungs- und Plausibilitätskontrollen.
Der BLK360 kann für Screening, kompakte Innenbereiche oder weniger kritische Ergänzungen sinnvoll sein. Die Systemwahl ersetzt kein projektspezifisches Kontrollkonzept.
Rollenklärung
| Rolle | Verantwortung |
|---|---|
| LINSENSPEKTRUM | Aufnahme, Registrierung, vereinbartes Datenprodukt und dokumentierte Eigenprüfung |
| Auftraggeber | Zugang, Unterlagen, Verwendungszweck, Anforderungen und Abnahme |
| Vermessungs-/Prüfpartner | Kontrollnetz, Georeferenzierung oder unabhängige Prüfung, falls erforderlich |
| Architektur- und Fachplanung | Fachliche Bewertung, Modellierung und Planung |
| Modulhersteller | Produktkonstruktion, Fertigungstoleranzen und Produktionsfreigabe |
| Statik, Bauphysik, Gutachter | Fachbewertungen außerhalb der geometrischen Erfassung |
Nach dem Pilot werden Gebäudetypologien, Varianten, Aufnahme- und Prüfstandard, Zugänge, Benennung, Formate und QA-Nachweise geordnet. Jedes beauftragte Gebäude wird im tatsächlichen Bestand erfasst; Abweichungen und Datenlücken werden je Objekt dokumentiert.
Unsere Erfahrung aus komplexen 3D-Bestandserfassungen bildet die methodische Grundlage für serielle Sanierungsprojekte: Aufnahmeplanung, kontrollierte Registrierung, dokumentierte Qualitätsprüfung und abgestimmte Datenübergaben.
Der konkrete Workflow wird auf Gebäudetyp, Verwendungszweck, Schnittstellen und Prüfkriterien des Auftraggebers abgestimmt.
Sinnvolle Anschlüsse
Antworten zu Genauigkeit, Datenübergabe, Prüfung und Freigabe.
Bevor ein gesamtes Portfolio erfasst wird, stimmen wir Datenbedarf, Schnittstellen und Prüfkriterien an einem repräsentativen Objekt ab. So entsteht ein reproduzierbarer Workflow für weitere Gebäude – mit klaren Rollen und dokumentierten Übergaben.
Gebäudetyp, Verwendungszweck, Empfängersoftware, Formate, bekannte Toleranzen, Zugänglichkeit und vorhandene Pläne helfen bei der ersten technischen Einordnung.