Alle Fachbegriffe rund um 360°-Rundgänge, 3D-Vermessung, Laserscanning und digitale Gebäudedokumentation – verständlich erklärt.
67 Begriffe gefunden
Ein 360°-Rundgang ist eine interaktive, virtuelle Begehung eines realen Ortes. Nutzer bewegen sich frei durch Räume, können sich in alle Richtungen umsehen und Details heranzoomen. Erstellt mit speziellen Kameras wie Matterport Pro3 oder Leica BLK360.
Was ist ein 360°-Rundgang? Infografik – Linsenspektrum – anklicken
Eine 3D-Bestandsplattform ist ein zentrales System zur Verwaltung digitaler Gebäudemodelle. Sie speichert Punktwolken, Rundgänge und Pläne an einem Ort und macht sie für alle Projektbeteiligten zugänglich – browserbasiert und ohne Softwareinstallation.
As-Built bezeichnet den dokumentierten Ist-Zustand eines Gebäudes im Unterschied zu Planungs- oder Genehmigungsständen. Laserscanning kann dafür eine dichte geometrische Grundlage liefern; Genauigkeit und Detaillierungsgrad der fertigen Dokumentation werden projektspezifisch vereinbart.
Augmented Reality überlagert die reale Umgebung mit digitalen Informationen. Im Bauwesen können Planer BIM-Modelle direkt auf die Baustelle projizieren und Soll-Ist-Vergleiche in Echtzeit durchführen. Matterport-Daten dienen dabei als georeferenzierte Grundlage.
Eine begehbare Baudokumentation erfasst den Baufortschritt mit 360°-Aufnahmen zu definierten Zeitpunkten. Projektbeteiligte können den Zustand jeder Bauphase virtuell begehen – ohne vor Ort sein zu müssen. Ideal für Gewerke-Koordination und Nachweisführung.
Eine Bestandsaufnahme dokumentiert den tatsächlichen Ist-Zustand eines Gebäudes – im Gegensatz zu den ursprünglichen Bauplänen. Mit Laserscanning lässt sich der Ist-Zustand in wenigen Stunden vollständig erfassen. Das Ergebnis ist eine maßhaltige Grundlage für Umbau, Sanierung oder Verkauf.
Ein Bestandsplan ist eine maßstabsgetreue Darstellung des aktuellen Ist-Zustands eines Gebäudes. Linsenspektrum erstellt Bestandspläne mit Scanner-Genauigkeit ab einem Millimeter Fehlertoleranz als DWG, DXF oder PDF auf Basis von Laserscanning-Daten.
BIM ist eine Methode zur digitalen Planung, Erstellung und Verwaltung von Bauwerken. Ein BIM-Modell enthält nicht nur 3D-Geometrie, sondern auch Informationen zu Materialien, Kosten, Zeitplänen und Zuständigkeiten. Punktwolken aus Laserscanning dienen als Grundlage für Scan-to-BIM.
Was ist BIM? Building Information Modeling Infografik – Linsenspektrum – anklicken
Ein Digitales Geländemodell bildet die Erdoberäche ohne Vegetation und Bebauung ab. Es wird aus Drohnen-Laserscanning oder Photogrammetrie erzeugt und dient als Grundlage für Volumenberechnungen, Entwässerungsplanung und Geländeanalysen.
Was ist ein DGM? Digitales Geländemodell Infografik – Linsenspektrum – anklicken
Ein Digital Twin ist eine exakte digitale Kopie eines physischen Gebäudes, die in Echtzeit mit dem physischen Objekt synchronisiert wird. Im Gegensatz zum statischen BIM-Modell enthält ein Digital Twin Sensordaten, Wartungshistorie und Betriebsdaten.
Ein digitaler Gebäudezwilling ist eine exakte virtuelle Kopie eines physischen Gebäudes. Er vereint 3D-Geometrie, Punktwolkendaten, 360°-Panoramen und Metadaten in einem interaktiven Modell – nutzbar für Planung, Facility Management und Dokumentation.
Was ist ein digitaler Gebäudezwilling? Infografik – Linsenspektrum – anklicken
DIN 277:2021-08 ist die deutsche Norm für Grundflächen und Rauminhalte im Hochbau. Sie gliedert unter anderem BGF, KGF und NRF sowie NUF, TF und VF. Die Norm ist nicht auf Gewerbe beschränkt; ihre Grundflächen sind aber nicht automatisch Wohn- oder Mietflächen.
Die Dollhouse-Ansicht (Puppenhaus-Ansicht) zeigt ein 3D-Modell eines Gebäudes von außen – als wäre das Dach abgenommen. Nutzer sehen alle Räume gleichzeitig in einer isometrischen 3D-Perspektive. Typisch für Matterport-Rundgänge.
BVLOS bezeichnet Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Piloten. In Deutschland und der EU sind BVLOS-Flüge nur mit spezieller Genehmigung der Luftfahrtbehörde erlaubt. Sie ermöglichen die Inspektion langer Infrastrukturen wie Pipelines, Stromleitungen oder Küstenabschnitte.
Drohnen-Inspektionen ermöglichen die berührungslose Prüfung schwer zugänglicher Strukturen: Dächer, Fassaden, Brücken, Windräder oder Stromleitungen. Hochauflösende Kameras und Thermografie-Sensoren liefern detaillierte Schadensbilder ohne Gerüst oder Seilzugang.
Eine Drohnenbefliegung erfasst ein Gebiet systematisch aus der Luft. Je nach Zweck werden Fotos (für Orthomosaiken/3D-Modelle), Videos (für Imagefilme) oder LiDAR-Daten (für Geländemodelle) aufgenommen. Genehmigungspflichtig nach EU-Drohnenverordnung.
Die EU-Drohnenverordnung teilt Drohnen in Klassen C0 bis C4 ein. C0 (unter 250 g) darf ohne Registrierung geflogen werden. C1–C4 erfordern Registrierung, Kompetenznachweis und teils Betriebsgenehmigung. Für kommerzielle Aufnahmen in Deutschland ist mindestens die A2-Kompetenz erforderlich.
Bei der Erstellung virtueller Rundgänge und 3D-Scans fallen personenbezogene Daten an (z.B. sichtbare Personen, Nummernschilder). DSGVO-konforme Datenhaltung bedeutet: Hosting auf deutschen/europäischen Servern, Gesichter-Verpixelung und Auftragsverarbeitungsverträge.
E57 ist ein offenes, herstellerunabhängiges Dateiformat für 3D-Punktwolken und zugehörige Metadaten. Es wurde von der ASTM International standardisiert und ermöglicht den verlustfreien Austausch von Scandaten zwischen verschiedenen Softwarelösungen.
Eine Farbpunktwolke kombiniert die geometrischen Messdaten eines Laserscanners mit Farbinformationen aus einer integrierten Kamera. Jeder Punkt erhält einen RGB-Wert, sodass das Modell realistisch aussieht und Materialien und Oberflächen erkennbar sind.
Die MF-GIF 2023 der gif e. V. ist eine Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche für Gebäude. Wird sie vereinbart, strukturiert sie gewerbliche Mietflächen und die Behandlung gemeinschaftlich genutzter Bereiche. Sie bleibt von DIN 277 und WoFlV fachlich getrennt und ist kein Gesetz.
Die MF-GIF 2023 ist die Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche für Gebäude der gif e. V. Sie kann als vereinbarte Grundlage für gewerbliche Mietflächen, Mietabschnitte und gemeinschaftlich genutzte Bereiche dienen. Sie ist kein Gesetz und wird nicht mit DIN 277 gleichgesetzt.
Flächenberechnung nach MF-GIF Infografik – Linsenspektrum – anklicken
Die Flugplanung definiert die Route, Höhe, Überlappung und Kamerawinkel einer Drohnenmission. Für Kartierungsflüge werden Überlappungsraten von 70–80 % benötigt, um lückenlose Orthomosaiken zu erzeugen. Professionelle Software wie DJI Terra oder Pix4D automatisiert die Planung.
Gaussian Splatting ist ein modernes Verfahren zur fotorealistischen 3D-Darstellung. Statt klassischer Polygone werden Millionen halbtransparenter 3D-Gaußkurven verwendet, die in Echtzeit gerendert werden können. Das Ergebnis sind extrem realistische Ansichten aus beliebigen Blickwinkeln.
Ein Digitales Geländemodell (DGM) beschreibt die Erdoberfläche ohne Vegetation und Bebauung. Ein Digitales Oberflächenmodell (DOM) erfasst hingegen alle sichtbaren Objekte inklusive Gebäude und Bäume. Beide werden aus Drohnenscans oder LiDAR-Daten erzeugt.
Ein GeoTIFF ist ein georeferenziertes Rasterbild, bei dem jeder Bildpunkt einer geografischen Position zugeordnet ist. Es entsteht häufig als Orthomosaik aus einer Drohnenkartierung und lässt sich direkt in GIS- und geeignete CAD-Systeme übernehmen.
Google Street View zeigt 360°-Panoramaaufnahmen auf Google Maps. Unternehmen können zertifizierte Fotografen beauftragen, um Innenaufnahmen ihres Geschäfts auf Google Maps zu veröffentlichen – für mehr Sichtbarkeit und Vertrauen bei potenziellen Kunden.
Ground Control Points (Passpunkte) sind exakt vermessene Referenzpunkte am Boden, die bei Drohnenbefliegungen zur Georeferenzierung eingesetzt werden. Sie erhöhen die Lagegenauigkeit von Orthomosaiken und Geländemodellen auf wenige Zentimeter.
Ein Grundriss zeigt die horizontale Projektion eines Gebäudeschnitts. 2D-Grundrisse sind klassische Draufsichten; 3D-Grundrisse zeigen Räume perspektivisch mit Möblierung und Materialien. Beide Varianten entstehen aus Laserscanning oder Matterport-Daten.
Aus einem Matterport-Scan oder einer Punktwolke lässt sich automatisch ein 2D-Grundriss extrahieren. Die Software erkennt Wände, Türen und Fenster und erstellt einen maßstabsgetreuen Plan. Für baugenehmigungsrelevante Pläne ist eine manuelle Nachbearbeitung durch einen Fachmann erforderlich.
HDR (High Dynamic Range) kombiniert mehrere Belichtungen zu einem Bild mit erweitertem Kontrastumfang. In der Immobilienfotografie sorgt HDR dafür, dass sowohl dunkle Innenräume als auch helle Fensterausblicke detailreich abgebildet werden.
HDR-Fotografie Infografik – Linsenspektrum – anklicken
Ein Hotspot ist ein interaktives Element innerhalb eines 360°-Rundgangs. Beim Klick öffnen sich Zusatzinformationen: Texte, Bilder, Videos, PDFs oder Links. Hotspots machen Rundgänge zu informativen Erlebnissen statt reiner Panorama-Viewer.
IFC ist ein offenes, herstellerneutrales Dateiformat für den Austausch von BIM-Modellen. Es ermöglicht die nahtlose Zusammenarbeit zwischen verschiedenen BIM-Softwareprogrammen (Revit, ArchiCAD, Allplan) ohne Datenverlust.
Professionelle Immobilienfotografie setzt Objekte optimal in Szene: HDR-Technik für ausgewogene Belichtung, Weitwinkelobjektive für Raumwirkung, Dämmerungsaufnahmen für emotionale Außenansichten. Steigert nachweislich die Vermarktungsgeschwindigkeit.
Eine interaktive Gebäudedokumentation macht Gebäudezustände digital begehbar. Nutzer navigieren durch 360°-Aufnahmen, können Messdaten abrufen, Hotspots mit Zusatzinformationen anklicken und den Ist-Zustand jederzeit remote einsehen.
Die Kamerakalibrierung bestimmt die optischen Parameter einer Kamera (Brennweite, Verzeichnung, Hauptpunkt). Ohne Kalibrierung entstehen Verzerrungen in Fotos und 3D-Modellen. Für Photogrammetrie und Laserscanning ist eine präzise Kalibrierung Voraussetzung für maßhaltige Ergebnisse.
Laserscanning (auch 3D-Laserscanning oder terrestrisches Laserscanning) erfasst Oberflächen als dreidimensionale Messpunkte. Gerätespezifikation, Registrierungsqualität und Genauigkeit des fertigen Plans sind getrennte Angaben. Die Punktwolke dient als Grundlage für Vermessung, BIM und Bestandserfassung.
Der Leica BLK360 ist ein kompakter 3D-Laserscanner für die Innenraumvermessung. Er erfasst 360.000 Punkte pro Sekunde mit einer Genauigkeit von ±4 mm auf 10 m. Ideal für Bestandsaufnahmen in Gebäuden, da er leicht und schnell einsetzbar ist.
Leica BLK360 3D-Laserscanner Infografik – Linsenspektrum – anklicken
LiDAR (Light Detection and Ranging) ist eine Fernerkundungstechnologie, die Laserstrahlen aussendet und deren Reflexionen misst, um präzise 3D-Modelle der Umgebung zu erstellen. LiDAR-Sensoren kommen in terrestrischen Scannern, Drohnen und mobilen Geräten zum Einsatz.
LOD steht für Level of Detail und beschreibt im BIM-Kontext den Detaillierungsgrad eines digitalen Gebäudemodells. Die Stufen reichen von LOD 100 (konzeptionelle Masse) bis LOD 500 (verifizierter As-Built-Zustand). Linsenspektrum liefert auf Basis von Laserscanning-Daten LOD 300–400 Modelle.
Matterport ist eine Plattform für 3D-Raumerfassung und virtuelle Rundgänge. Die Technologie kombiniert Infrarot-Tiefensensoren, LiDAR und HDR-Fotografie zu fotorealistischen 3D-Modellen. Linsenspektrum ist zertifizierter Matterport Service Partner.
Matterport 3D-Raumerfassung Infografik – Linsenspektrum – anklicken
Die Dollhouse-Ansicht ist eine einzigartige 3D-Darstellung von Matterport-Scans. Das gesamte Gebäude wird als aufgeklapptes Puppenhaus dargestellt – alle Etagen sind gleichzeitig sichtbar. Nutzer können direkt in einzelne Räume klicken und erhalten so eine schnelle Raumübersicht.
Matterport-Rundgänge können per iFrame in jede Website eingebunden werden. Der Embed-Code wird im Matterport-Dashboard generiert und ermöglicht die nahtlose Integration in Immobilien-Exposés, Hotelwebsites oder Unternehmensseiten. Die Darstellung ist vollständig responsiv.
Hosting, Backup, Zugriff und Aufbewahrungsdauer hängen vom eingesetzten System und dem vereinbarten Auftrag ab. Matterport, klassische Rundgänge und mögliche Datenübergaben werden dabei getrennt betrachtet.
Ein Mesh (Polygonnetz) ist eine 3D-Oberflächendarstellung aus verbundenen Dreiecken oder Vierecken. Meshes entstehen aus Punktwolken oder photogrammetrischen Daten und bilden die Grundlage für texturierte 3D-Modelle, BIM-Objekte und Visualisierungen.
Eine navigierbare Punktwolke ist ein 3D-Datensatz aus Millionen von Messpunkten, durch den sich Nutzer interaktiv bewegen können. Sie entsteht durch Laserscanning und bildet Räume millimetergenau ab – nutzbar für Maßentnahme, Planung und Dokumentation.
Der Nodalpunkt (Eintrittspupille) ist der optische Punkt im Objektiv, um den die Kamera bei der Panoramafotografie rotiert werden muss. Nur durch exakte Rotation um den Nodalpunkt entstehen parallaxenfreie, nahtlose 360°-Panoramen.
Ein Orthomosaik ist ein maßstabsgetreues, verzerrungsfreies Luftbild, das aus vielen Einzelaufnahmen zusammengesetzt wird. Es entsteht durch Drohnenbefliegung und photogrammetrische Verarbeitung. Einsatzgebiete: Kartierung, Flächenberechnung, Baufortschrittsdokumentation.
Panorama-Stitching bezeichnet das Zusammenfügen mehrerer Einzelfotos zu einem nahtlosen 360°-Panoramabild. Professionelle Software wie PTGui analysiert die Überlappungsbereiche und fügt die Bilder zu einem equirektangularen Kugelpanorama zusammen.
Photogrammetrie ist ein Messverfahren, das aus überlappenden Fotos dreidimensionale Modelle berechnet. Aus Drohnenbildern entstehen Geländemodelle und Orthomosaiken; aus Nahaufnahmen entstehen texturierte 3D-Objekte.
Eine Punktwolke ist ein Datensatz aus Millionen dreidimensionaler Messpunkte (X, Y, Z), die zusammen die Geometrie eines Objekts oder Raums abbilden. Jeder Punkt kann zusätzlich Farb- und Intensitätsinformationen tragen. Grundlage für BIM-Modelle und CAD-Pläne.
Vergleich: Reales Gebäude und digitale Punktwolke – Linsenspektrum – anklicken
Die Registrierung bezeichnet das Zusammenfügen mehrerer Einzelscans zu einer gemeinsamen Punktwolke. Dabei werden überlappende Bereiche erkannt und die Scans so ausgerichtet, dass ein lückenloses Gesamtmodell entsteht. Moderne Software wie Leica Cyclone oder ReCap erledigt dies automatisch.
Revit ist die marktführende BIM-Software von Autodesk. Architekten und Ingenieure modellieren Gebäude in 3D und verwalten alle Bauteilinformationen in einer zentralen Datenbank. Punktwolken aus Laserscanning können direkt in Revit importiert werden, um Bestandsmodelle zu erstellen.
RTK (Real-Time Kinematic) verbessert satellitengestützte Positionsdaten mithilfe von Korrektursignalen in Echtzeit. Bei professionellen Drohnenvermessungen ermöglicht das eine georeferenzierte Datenerfassung im Zentimeterbereich.
Scan-to-BIM beschreibt den Prozess, aus Laserscanning-Daten (Punktwolken) ein BIM-konformes 3D-Modell zu erstellen. Die Punktwolke dient als Referenz, um Wände, Decken, Fenster und technische Installationen maßgenau zu modellieren.
Scan-to-BIM bezeichnet den Prozess, bei dem aus einer Laserscanning-Punktwolke ein intelligentes BIM-Modell erstellt wird. Linsenspektrum bietet den vollständigen Scan-to-BIM-Workflow an – von der Aufnahme bis zum fertigen Modell in IFC, DWG oder RVT.
SLAM ist ein Algorithmus, der es mobilen Geräten ermöglicht, sich gleichzeitig in einem unbekannten Raum zu orientieren und eine Karte davon zu erstellen. Mobile Laserscanner und Smartphones nutzen SLAM für die Echtzeit-Kartierung ohne GPS.
Strukturiertes Licht ist ein 3D-Erfassungsverfahren, bei dem bekannte Lichtmuster auf ein Objekt projiziert und die Verformung dieser Muster ausgewertet wird. Die Matterport Pro2 nutzt dieses Verfahren für die Tiefenmessung. Es funktioniert gut in Innenräumen, ist aber bei Sonnenlicht eingeschränkt.
Terrestrisches Laserscanning bezeichnet die bodengestützte Erfassung von Gebäuden und Räumen mit einem stationären Laserscanner. Im Gegensatz zu mobilen Scannern oder Drohnen steht der Scanner auf einem Stativ und erfasst seine Umgebung mit sehr hoher Präzision (±2–6 mm).
Eine Tiefenkarte ist ein Graustufenbild, in dem jeder Pixel den Abstand zum nächsten Objekt kodiert. Helle Pixel bedeuten nah, dunkle Pixel bedeuten weit entfernt. Tiefenkarten sind die Grundlage für 3D-Rekonstruktion aus Kamerabildern und werden von Matterport, Smartphones und Stereo-Kameras erzeugt.
Virtual Staging ist die digitale Möblierung leerer Räume. Mithilfe von KI und 3D-Rendering werden fotorealistische Einrichtungsvorschläge in Immobilienfotos eingefügt – ohne physische Möbel. Steigert die Vermarktungschancen bei Leerstand.
Eine virtuelle Besichtigung ermöglicht es Interessenten, eine Immobilie oder ein Objekt online zu besichtigen, ohne physisch vor Ort zu sein. Im Gegensatz zu statischen Fotos bietet eine virtuelle Besichtigung freie Navigation durch alle Räume und ein realistisches Raumgefühl.
VR-Headsets ermöglichen die immersive Begehung von 3D-Gebäudemodellen. Architekten nutzen VR für Entwurfspräsentationen, Bauherren für Vorab-Besichtigungen. Matterport-Rundgänge unterstützen VR-Ansicht auf kompatiblen Headsets ohne zusätzliche Software.
Eine virtuelle Standortbegehung ermöglicht es, Gebäude, Baustellen oder Industrieanlagen remote zu besichtigen. Entscheider, Investoren oder Wartungsteams sparen Reisezeit und erhalten dennoch einen vollständigen räumlichen Eindruck.
Thermografische Drohnenaufnahmen erfassen Wärmestrahlung und machen Temperaturunterschiede sichtbar. Im Bauwesen werden damit Wärmebrücken, Feuchtigkeitsschäden und Leckagen in Fassaden und Dächern detektiert. Für Photovoltaikanlagen ermöglicht Thermografie die schnelle Identifikation defekter Module.
Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) regelt die Wohnflächenermittlung in ihrem gesetzlichen Anwendungsbereich. Flächen mit lichter Höhe von 1 bis unter 2 m zählen zur Hälfte; Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen in der Regel zu einem Viertel, höchstens zur Hälfte. Außerhalb des gesetzlichen Anwendungsbereichs kommt es auf die vereinbarte Grundlage an.
Der Cloud-to-Cloud-Abstand (C2C) ist ein Qualitätsmaß beim Zusammenfügen mehrerer Scans. Er misst, wie weit die Punkte zweier überlappender Scans voneinander abweichen. Ein C2C-Abstand unter 5 mm gilt als sehr gut und ist Voraussetzung für maßhaltige Bestandspläne.