Erfassungsauflösung
Pixelgröße am Objekt beziehungsweise am Boden. Sie steuert die sichtbare Detailtiefe.
LINSENSPEKTRUM K1–K4
K steht für Kartierungsklasse. K1–K4 verbinden Ziel-GSD, geometrische Kontrolle, Bildqualität und Lieferumfang zu einer prüfbaren Projektdefinition. Das Modell stammt von LINSENSPEKTRUM und ist keine DIN-Klassifikation.
Vier unabhängige Dimensionen
Die Klasse passt nur dann, wenn alle vier Dimensionen zum Einsatzzweck passen. Eine hohe Bildauflösung ohne belastbaren Bezug bleibt eine hochauflösende, aber geometrisch ungesicherte Aufnahme.
Pixelgröße am Objekt beziehungsweise am Boden. Sie steuert die sichtbare Detailtiefe.
Passpunkte, unabhängige Kontrollpunkte und das vereinbarte Koordinaten- oder Fassadensystem.
Überdeckung, Schärfe, Beleuchtung, Abschattungen, Reflexionen und dokumentierte Lücken.
Vom Übersichtsbild bis zur CAD-/GIS-Referenz, Punktwolke und nachvollziehbaren Qualitätsprüfung.
Direktvergleich
Die Werte sind projektbezogene Ziel-GSD. K3 gilt für vereinbarte und einsehbare Fassadenflächen. K4 gilt an Fassade und in der Luft nur für definierte Detailflächen – nicht automatisch für eine gesamte Fassade oder ein gesamtes Areal.
| Klasse | Einsatzzweck | Luft-GSD | Fassaden-GSD | Qualitätsnachweis |
|---|---|---|---|---|
| K1 | Übersichten, Vorprüfung und visuelle Bestandsdokumentation | max. 3 cm/px | ca. 4 mm/px | Vollständigkeits- und Sichtprüfung, Ausgabe-GSD dokumentiert |
| K2 | Koordination, Vorplanung und maßstäbliche Referenzierung | max. 2 cm/px | ca. 2 mm/px | Bezugssystem, Skalierung und Datenabdeckung werden ausgewiesen |
| K3 | Fassadenpläne, Sakralbauten, Restaurierung und belastbare CAD-/GIS-Übergabe | max. 1 cm/px | ca. 1–2 mm/px | Tatsächliche Restabweichungen/RMSE, Kontrollpunktliste und Prüfbericht |
| K4 | Definierte Detail- und Monitoringflächen sowie wiederholte Zustandsvergleiche | max. 0,5 cm/px in Detailflächen | ca. 0,5–1 mm/px in definierten Detailflächen | Wiederholbare Referenz, Abweichungsnachweis und dokumentierte Prüfgrenzen |
Übersichten, Vorprüfung und visuelle Bestandsdokumentation
Koordination, Vorplanung und maßstäbliche Referenzierung
Fassadenpläne, Sakralbauten, Restaurierung und belastbare CAD-/GIS-Übergabe
Definierte Detail- und Monitoringflächen sowie wiederholte Zustandsvergleiche
Stufen im Detail
Die geometrische Zusage bezieht sich immer auf den geprüften Umfang. Verdeckte oder nicht kontrollierte Flächen werden nicht stillschweigend eingeschlossen.
Übersichten, Vorprüfung und visuelle Bestandsdokumentation
Zielauflösung
Luft: max. 3 cm/px
Fassade: ca. 4 mm/px
Referenz
RTK-Bildpositionen oder lokale Skalierung
Kontrolle
Keine unabhängigen Kontrollpunkte vorgesehen
Lieferung
Grenze
Keine zugesicherte absolute Projektgenauigkeit; nicht für maßkritische Planung.
Koordination, Vorplanung und maßstäbliche Referenzierung
Zielauflösung
Luft: max. 2 cm/px
Fassade: ca. 2 mm/px
Referenz
Projektbezug oder Passpunkte entsprechend dem Einsatzzweck
Kontrolle
Plausibilitäts-, Maßstabs- und Vollständigkeitskontrolle
Lieferung
Grenze
Keine pauschale Millimetergarantie; Toleranzen werden vor Auftrag projektbezogen festgelegt.
Fassadenpläne, Sakralbauten, Restaurierung und belastbare CAD-/GIS-Übergabe
Zielauflösung
Luft: max. 1 cm/px
Fassade: ca. 1–2 mm/px
Referenz
Koordinierte Passpunkte und unabhängige Kontrollpunkte
Kontrolle
Je Ansicht mindestens 4 Passpunkte + 2 unabhängige Kontrollpunkte
Lieferung
Grenze
Die Ziel-GSD gilt für vereinbarte und einsehbare Fassadenflächen. Vorsprünge, tiefe Laibungen, Abschattungen und sicherheitsbedingte Abweichungen werden im Qualitätsbericht ausgewiesen oder ergänzend dokumentiert.
Definierte Detail- und Monitoringflächen sowie wiederholte Zustandsvergleiche
Zielauflösung
Luft: max. 0,5 cm/px in Detailflächen
Fassade: ca. 0,5–1 mm/px in definierten Detailflächen
Referenz
Verdichtetes oder hybrides Kontrollnetz mit wiederauffindbaren Punkten
Kontrolle
Projektbezogene Toleranzen, Versionierung und Vergleichsprüfung
Lieferung
Grenze
Keine reguläre Vollfassadenklasse. Mikrorisse und Rissbreiten benötigen eine gesonderte terrestrische oder hybride Nahaufnahme mit Vor-Ort-Referenz.
GSD lesen
Eine robuste visuelle Erkennbarkeit benötigt meist mehrere Pixel. Die Bereiche sind konservative Planungswerte; Material, Kontrast, Licht, Bewegungsunschärfe und Blickwinkel können die Lesbarkeit verschlechtern.
K1
ca. 4 mm/px
Erkennbarca. 12–20 mm
Bauteile und grobe Schadenszonen
K2
ca. 2 mm/px
Erkennbarca. 6–10 mm
Fugen, Kanten und mittlere Schadensbilder
K3
ca. 1–2 mm/px
Erkennbarca. 3–10 mm
Kartierfähige Orthofassade für vereinbarte, einsehbare Flächen
K4
ca. 0,5–1 mm/px
Erkennbarca. 1,5–5 mm
Definierte Detail- und Monitoringflächen
Nahdetail
ca. 0,1–0,3 mm/px
Erkennbarprojektbezogen zu prüfen
Terrestrische oder hybride Nahaufnahme, nicht die Gesamtfassade
Keine automatische Rissmessung: Eine sichtbare Linie ist noch keine nachgewiesene Rissbreite. Für Mikrodetails sind gezielte Nahaufnahmen mit Referenzmaß, dokumentierter Ebene und geeigneter Beleuchtung nötig.
Geometrischer Nachweis
Die Qualitätsaussage entsteht aus der gesamten Messkette. Herstellerwerte einzelner Komponenten werden nicht als pauschale Projektgenauigkeit übernommen.
Die Ground Sampling Distance gibt an, welche reale Strecke ein Bildpixel abbildet. Kleinere Werte zeigen feinere Strukturen.
Ein koordinierter Punkt, der in die photogrammetrische Berechnung oder Ausrichtung einfließt.
Ein koordinierter, nicht eingerechneter Punkt zur unabhängigen Prüfung der Ergebnisgeometrie.
Der quadratische Mittelwert der Kontrollpunktabweichungen. Er gilt nur für den dokumentierten Prüfumfang.
Passpunkte werden für die Berechnung genutzt.
Kontrollpunkte bleiben unabhängig und prüfen das Ergebnis.
RMSE, Einzelabweichungen, Punktlage und Prüfumfang gehören zusammen.
K3 für Sakralbauten
Ziel ist eine nachvollziehbare Bild- und Geometriebasis, auf der Restaurierung und Architektur in ihren jeweiligen Fachrollen weiterarbeiten können.
Kleinste relevante Struktur, Planmaßstab, Legende, Bezugssystem, Ausgabe und Abnahme festlegen.
Lokales Fassadensystem oder Projekt-CRS sowie Pass- und Kontrollpunkte eindeutig bestimmen.
GSD, Aufnahmeabstand, Licht, Oberflächen und spätere Lesbarkeit vor der Vollerfassung testen.
Frontale und ergänzend konvergente Bildfolgen mit projektbezogener Überdeckung und Feldkontrolle aufnehmen.
Bilder kalibrieren, Geometrie rekonstruieren, entzerren und im vereinbarten System ausgeben.
Kontrollpunkte getrennt prüfen, Abweichungen/RMSE ausweisen und Lücken oder Einschränkungen dokumentieren.
Restauratorische Befunde und Diagnosen werden fachlich auf der geprüften Bild- und Geometriebasis erfasst.
Architektur- und Fachplanung übertragen Inhalte in vereinbarte Layer, Maßstäbe und Planstände.
Ausgabe
Nicht jedes Format ist automatisch in jedem Auftrag enthalten. Entscheidend sind Weiterverwendung, Bezugssystem, Softwareumgebung und Abnahme.
GeoTIFF/TIFF, optional TFW
TIFF/GeoTIFF, Transformationsdatei und PDF
LAS/LAZ oder E57
DSM/DGM nach Projektdefinition
Projektbezogene Einbindung und Layerstruktur
PDF-Bericht, Kontrollpunkte als CSV/PDF
Originalbilder und ergänzende Messdaten nach Vereinbarung
Fachliche Grundlage
K steht für Kartierungsklasse. K1–K4 ist das eigene Projektmodell von LINSENSPEKTRUM. Es bündelt fachliche Anforderungen für eine verständliche Beauftragung; es ist keine DIN-Klassifikation.
Geospatial Survey Specifications for Cultural Heritage, Ausgabe 2024 – unter anderem Bild-GSD, Pass- und Kontrollpunkte für Gebäudeansichten.
Photogrammetrische Produkte – Anforderungen an das Orthobild.
Erhaltung des kulturellen Erbes – Zustandserhebung und Bericht für gebautes Kulturerbe.
Standard für den Austausch georeferenzierter beziehungsweise geokodierter Rasterbilder.
Herstellerdaten zur integrierten Weitwinkel-Kartierungskamera und zum mechanischen Verschluss.
Herstellerdaten zu LiDAR, RGB-Kameras und den ausdrücklich testbedingten Systemwerten.
Herstellerangaben gelten unter den jeweils genannten Testbedingungen. Projektwerte werden über das vereinbarte Kontrollkonzept nachgewiesen.
Wir leiten die Kartierungsklasse nicht vom Gerät, sondern von kleinster relevanter Struktur, Verwendungszweck, Bezugssystem und gefordertem Nachweis ab.
Projektstufe bestimmenFAQ
K steht für Kartierungsklasse. Die Klassen K1 bis K4 bilden ein eigenes LINSENSPEKTRUM-Projektmodell für Auflösung, geometrische Kontrolle, Abdeckung und Lieferumfang; sie sind keine DIN-Klassifikation.
K1 ist für Orientierung und visuelle Dokumentation gedacht. Sobald Maße, Planung oder eine fachliche Kartierung auf den Daten aufbauen, sollte mindestens K2 beziehungsweise für Fassadenkartierung K3 geprüft werden.
Passpunkte fließen in die Berechnung und Ausrichtung ein. Unabhängige Kontrollpunkte bleiben aus der Berechnung heraus und prüfen anschließend das Ergebnis. Nur diese Trennung liefert einen belastbaren externen Qualitätsnachweis.
RMSE fasst die Abweichungen der geprüften Punkte als quadratischen Mittelwert zusammen. Zusätzlich sollten Einzelabweichungen, Punktverteilung, Bezugssystem und Prüfumfang sichtbar bleiben.
Nein. Die K3-Ziel-GSD von etwa 1–2 mm/px beschreibt die Bildauflösung auf vereinbarten und einsehbaren Fassadenflächen, nicht automatisch die geometrische Genauigkeit. Die tatsächlich nachgewiesene geometrische Qualität wird über unabhängige Kontrollpunkte und den Projektbericht ausgewiesen.
Bei wiederholbaren Monitorings und projektdefinierten Detailflächen. K4 ist keine reguläre Vollfassadenklasse. Für Mikrorisse oder Rissbreiten ist eine gesonderte terrestrische oder hybride Nahaufnahme mit Referenzmaß erforderlich.
Eine niedrigere Ausgabetiefe ist meist möglich. Eine feinere GSD, fehlende Kontrollpunkte oder nicht erfasste Bereiche lassen sich nachträglich jedoch nicht zuverlässig erzeugen. Deshalb wird die Kartierungsklasse vor der Aufnahme festgelegt.