Das eigentliche Problem
Eine Quadratmeterzahl erklärt ihre Herkunft nicht
In Frankfurter Bürogebäuden werden DIN-Flächen, vermietbare Bereiche, Mietabschnitte und Umlageflächen leicht miteinander verwechselt. Eine Zahl aus dem CAD-Raumstempel sagt noch nicht, nach welcher Logik sie dem Mieter zugeordnet wird.
MF-GIF 2023 kann als vereinbarte Richtlinie den Übergang vom Flächenvorrat zur Mietfläche strukturieren. Sie ist jedoch kein Automatismus und ersetzt keine Prüfung der vertraglichen Festlegungen.
Vom Gebäude zur vereinbarten Mietfläche
Die folgenden Entscheidungen gehören vor die Aufnahme. So wird aus einem Messdatensatz eine Ausgabe, die den späteren Zweck erfüllt.
Bestandsgeometrie
CAD und Raumliste bilden die aktuelle bauliche Situation sowie die vereinbarten Mietabschnitte ab.
DIN-Struktur
Grundflächen werden nach aktuellem Normstand gegliedert, ohne sie als Mietfläche auszugeben.
MF-GIF und Vertrag
Zuordnung und etwaige Gemeinschaftsanteile folgen der ausdrücklich vereinbarten Fassung und Vertragslogik.
Praxisbeispiel
Teilung einer Büroetage
Ausgangslage
Eine Etage sollte in zwei Mietbereiche geteilt werden; die vorhandene DIN-Liste kannte nur eine Nutzungseinheit.
Vorgehen
Geometrie und neue Abschnitte wurden aktualisiert. DIN-Flächenstand und MF-GIF-Auswertung wurden getrennt erzeugt und klar beschriftet.
Ergebnis
Vermietung und Planung konnten dieselben Raumgrenzen nutzen, ohne DIN- und Mietfläche gleichzusetzen.
Checkliste für eine eindeutige Übergabe
- Aktuelle Mietabschnitte im Plan markieren
- Vertragsdefinition und MF-GIF-Fassung klären
- Allgemeinflächen vollständig erfassen
- DIN- und Mietflächentabelle trennen
- Umlage und Rechtsfragen fachlich prüfen lassen
Frankfurter Büroflächen nachvollziehbar auswerten
Wir klären Objektumfang, Zweck, Regelgrundlage und gewünschte Ausgabe vor dem Aufmaß. So bleibt der Nachweis vom Messpunkt bis zur Summe nachvollziehbar.

