Das eigentliche Problem
Eine Quadratmeterzahl erklärt ihre Herkunft nicht
Bei Berliner Altbauten benötigt die Planung oft mehr Details als eine Flächenberechnung: Öffnungsmaße, Stützen, Schächte, Deckenversprünge oder Schnitte. Eine WoFlV-Auswertung konzentriert sich dagegen auf die für die Wohnfläche relevanten Grundflächen und Höhenbereiche.
Ein einzelner Scan kann beide Leistungen unterstützen. Das funktioniert aber nur, wenn Scanabdeckung, Detaillierungsgrad und Ausgaben schon vor Ort feststehen.
Planungsdaten und Flächennachweis koordinieren
Die folgenden Entscheidungen gehören vor die Aufnahme. So wird aus einem Messdatensatz eine Ausgabe, die den späteren Zweck erfüllt.
Detailtiefe
Planungsrelevante Bauteile werden explizit beauftragt; sie gehören nicht automatisch zur Flächenliste.
Dachgeometrie
Schnitt- und Höheninformationen werden so erfasst, dass Plan und WoFlV-Auswertung dieselbe Geometrie nutzen.
Dateiübergabe
Editierbare CAD-Datei und prüfbares PDF erhalten eindeutige Layer, Maßstäbe und Planstände.
Praxisbeispiel
Dachgeschoss vor Grundrissänderung
Ausgangslage
Für einen Umbau lagen nur ein Exposé und eine alte Flächentabelle vor.
Vorgehen
Das Aufmaß wurde um Schnittinformationen ergänzt; daraus entstanden CAD-Bestandsplan und separate Höhenzonen für die vereinbarte Wohnflächenauswertung.
Ergebnis
Die Planung konnte geometrisch weiterarbeiten, während die Flächenwerte mit eigener Methodik nachvollziehbar blieben.
Checkliste für eine eindeutige Übergabe
- Planungsleistungsbild mit Architekt abstimmen
- Schnitte vor dem Scan festlegen
- Layer- und Dateistruktur klären
- WoFlV-Auswertung separat benennen
- Entwurfsänderungen nicht in Bestandsplan mischen
Berliner Bestand einmal erfassen, passend ausgeben
Wir klären Objektumfang, Zweck, Regelgrundlage und gewünschte Ausgabe vor dem Aufmaß. So bleibt der Nachweis vom Messpunkt bis zur Summe nachvollziehbar.

