Walhalle Kiel · Leica RTC360 und Artec Leo
Stefan Dendorfer erfasste die Raumgeometrie der Walhalle mit dem Leica RTC360. Ausgewählte Details der Wal-Skelette ergänzte er mit dem Artec Leo Handscanner.

Der stationäre Laserscanner erfasste den vereinbarten Bestand der Halle im räumlichen Zusammenhang. Daraus entstand eine Grundlage für das projektbezogene 3D-Modell.
Der Handscanner ergänzte ausgewählte Skelettstrukturen aus der Nähe. Beide Aufnahmewege betrachten unterschiedliche Maßstabsebenen desselben Ausstellungsraums.

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Separates Projekt: öffentlicher Museumsrundgang →
In der Walhalle des Zoologischen Museums Kiel hängen große Walskelette innerhalb eines historischen Museumsraums. Die Halle und die feinen Strukturen der Exponate unterscheiden sich erheblich im Maßstab. Für die technische Erfassung wurden deshalb zwei Aufnahmewege kombiniert.
Stefan Dendorfer erfasste die Raumgeometrie mit dem Leica RTC360. Ausgewählte Strukturen der Wal-Skelette wurden mit dem Artec Leo aus der Nähe aufgenommen. Der erste Weg liefert den räumlichen Zusammenhang der Halle, der zweite ergänzt bestimmte Objektdetails. Die Arbeitsbilder zeigen diesen praktischen Einsatz vor Ort.
Der Wert der Aufnahme liegt darin, große und kleine Strukturen in einem gemeinsamen Projekt betrachten zu können. Bei der weiteren Modellarbeit lässt sich dadurch zwischen der räumlichen Anordnung und ausgewählten Details unterscheiden. Welche Genauigkeit und welche Ausgabe benötigt werden, richtet sich nach der konkreten Modellaufgabe.
Die Universität Kiel beschreibt die besondere Walhalle. Unser Glossar zur Punktwolke erklärt die räumlichen Messdaten; der Beitrag zum Mesh erläutert flächenhafte 3D-Modelle. Die 3D-Vermessung ist von dem separaten öffentlichen Museumsrundgang zu unterscheiden.
Die besondere Aufgabe in der Walhalle liegt im Verhältnis von Raum und Exponat. Wer die Anordnung großer Skelette betrachten möchte, braucht den Überblick über die Halle. Wer eine einzelne Struktur genauer untersuchen will, benötigt eine entsprechend nahe Erfassung. Die Kombination der Geräte setzt genau an diesem Unterschied an.
Bei der weiteren Arbeit können die Daten als Grundlage dienen, um räumliche Fragen gezielt zu besprechen und ausgewählte Details in der Modellansicht zu betrachten. Welche Ableitungen daraus entstehen, wird anhand der konkreten Aufgabe festgelegt. Die hier gezeigte Vermessungsreferenz beschreibt diesen technischen Aufnahmeweg; die Besuchervorstellung des Museums hat eine eigene Portfolioseite.
Die Halle und die ausgewählten Skelettdetails stellen unterschiedliche Anforderungen an die Erfassung. Der Leica RTC360 nimmt den räumlichen Zusammenhang auf. Der Artec Leo ergänzt nahe Ansichten bestimmter Strukturen. Dadurch berücksichtigt das Projekt sowohl den Museumsraum als auch ausgewählte Objektdetails.
Eine räumliche Datengrundlage macht die dokumentierte Anordnung auch nach dem Vor-Ort-Termin nachvollziehbar. Beteiligte können sich bei Abstimmungen auf dieselben aufgenommenen Bereiche beziehen. Welche Planungs- oder Modellaufgaben damit bearbeitet werden, richtet sich nach dem vereinbarten Umfang und der erforderlichen Prüfung.
Die Referenz beschreibt die Erfassung der Raumgeometrie und ausgewählter Skelettstrukturen. Daraus folgt keine vollständige Digitalisierung aller Exponate. Bei einer vergleichbaren Aufgabe werden die benötigten Objekte und Detailbereiche vorab festgelegt, damit die Aufnahme zu ihrer späteren Verwendung passt.
Die Vermessung richtet sich auf räumliche Daten und ausgewählte Details für die technische Weiterbearbeitung. Der separat vorgestellte Museumsrundgang dient der anschaulichen Erkundung der Ausstellung. Beide Leistungen betreffen dieselbe Halle, haben aber unterschiedliche Aufgaben und Ergebnisse.
Gemeinsam werden Zugänglichkeit, erforderliche Detailansichten und die Bedingungen am Exponat besprochen. Die Aufnahmeplanung orientiert sich an den Vorgaben des Museums. So lässt sich festlegen, welche Bereiche erreichbar sind und welches Verfahren für die gewünschte Dokumentation geeignet ist.
Maßgeblich sind die Raumstruktur, Zahl und Erreichbarkeit der ausgewählten Details sowie die benötigte Auswertung. Eine Raumaufnahme und ein detailliertes Objektmodell verursachen unterschiedliche Arbeitsschritte. Deshalb beginnt die Kalkulation mit der Frage, welche Daten das Museum anschließend tatsächlich verwenden möchte.