Wie wird eine Gewerbeimmobilie digital erfasst?
Eine Gewerbeimmobilie wird digital erfasst, indem alle relevanten Bereiche mit 3D-Kameras oder Laserscannern dokumentiert werden. Je nach Ziel entsteht ein virtueller Rundgang (für Vermietung und Marketing) oder eine technische Punktwolke (für Bestandspläne und Umbauplanung). Oft werden beide Leistungen in einem Termin kombiniert.
Zwei Ziele, ein Termin
Bei Gewerbeimmobilien gibt es typischerweise zwei Anlässe für eine digitale Erfassung: Entweder soll die Immobilie vermarktet werden (Vermietung, Verkauf) oder es werden technische Unterlagen benötigt (Umbauplanung, Brandschutz, Facility Management). In vielen Fällen beides gleichzeitig – etwa wenn ein Eigentümer eine leerstehende Fläche vermieten und gleichzeitig den Bestand dokumentieren möchte.
Der Vorteil: Beide Leistungen können in einem Termin erfasst werden. Der Matterport Pro3 liefert einen virtuellen Rundgang, der Leica BLK360 eine millimetergenaue Punktwolke. Ich bringe beide Geräte mit und erfasse parallel – das spart dem Auftraggeber einen zweiten Termin und reduziert die Gesamtkosten.
Virtueller Rundgang für die Vermarktung
Für die Vermietung oder den Verkauf einer Gewerbeimmobilie ist ein virtueller Rundgang ein starkes Werkzeug. Potenzielle Mieter oder Käufer können die Fläche virtuell besichtigen – unabhängig von Entfernung und Terminverfügbarkeit. Das filtert unpassende Interessenten vorab heraus und beschleunigt den Entscheidungsprozess.
In meiner Erfahrung reduziert ein virtueller Rundgang die Anzahl der Vor-Ort-Besichtigungen um 30-50% – bei gleichzeitig höherer Qualität der verbleibenden Termine. Wer nach dem virtuellen Rundgang noch eine Besichtigung anfragt, ist ernsthaft interessiert.
3D-Vermessung für technische Zwecke
Für Umbauten, Sanierungen oder Flächenberechnungen reicht ein Rundgang nicht aus – hier wird eine millimetergenaue Vermessung benötigt. Mit dem Leica BLK360 erfasse ich das Gebäude als Punktwolke, aus der anschließend Grundrisse (DWG/DXF), Schnitte, Flächenberechnungen nach DIN 277 und bei Bedarf ein BIM-Modell erstellt werden.
Typische Anwendungsfälle: Bestandspläne für Gebäude ohne aktuelle Planunterlagen, Flächenberechnung für Mietverträge, Grundlage für Umbauplanungen, Brandschutzkonzepte (Fluchtweglängen, Türbreiten), Due Diligence bei Immobilientransaktionen.
Der Ablauf
1. Bedarfsklärung
Was wird benötigt? Nur Rundgang? Nur Vermessung? Beides? Welche Bereiche sollen erfasst werden? Gibt es Zugangsbeschränkungen? Wer ist Ansprechpartner vor Ort? Diese Fragen kläre ich vorab telefonisch oder per E-Mail.
2. Aufnahme vor Ort
Je nach Objektgröße dauern die Aufnahmen einen halben Tag bis mehrere Tage. Für den Rundgang arbeite ich mit dem Matterport Pro3 (alle 2-3m eine Position), für die Vermessung mit dem Leica BLK360 (alle 3-5m eine Position, höhere Auflösung). Bei leerstehenden Flächen ist die Aufnahme unkompliziert – bei genutzten Flächen stimme ich mich mit den Mietern ab.
3. Auswertung und Lieferung
Der Rundgang ist typischerweise innerhalb einer Woche fertig. Die Vermessungsauswertung (Punktwolke, Pläne, BIM) dauert 2-4 Wochen je nach Umfang und Detailgrad. Alle Ergebnisse werden digital geliefert – Rundgang als Link/iFrame-Code, Pläne als DWG/PDF, Punktwolke als E57/RCP.
Praxisbeispiele
3D-Vermessung einer Gewerbeimmobilie für die Erstellung von Bestandsplänen und CAD-Unterlagen. Kombination aus Rundgang und Vermessung in einem Termin.
Vollständige 3D-Erfassung einer Gewerbeimmobilie mit Leica BLK360. Erstellung von Grundrissen, Schnitten und Flächenberechnungen.
Digitalisierung eines Einkaufszentrums mit 22.000 m² für Marketing, Mieterakquise und Facility Management.
Weitere Informationen: Leica BLK360 vs. Matterport Pro3 | 3D-Vermessung | Virtuelle Rundgänge
Häufige Fragen zur Gewerbeimmobilien-Erfassung
Antworten auf die häufigsten Fragen unserer Kunden

